Freitag, 27. Juni 2014

Schleuderwaschgang beim Citytriathlon Heilbronn

Am vergangenen Sonntag konnte ich hinter Svenja Bazlen, Ricarda Lisk und Natascha Schmitt in Heilbronn den vierten Platz erreichen. Kein schlechtes Rennen, das nicht, richtig zufrieden bin ich aber nicht. Was war los?

Im Schwimmen hat sich was getan. Das haben mir die letzten Rennen gezeigt und das habe ich deutlich gespürt. Dadurch ergeben sich für mich mehr taktische Optionen als früher. In Heilbronn kam ich jedoch bei der ersten Disziplin so gar nicht zurecht. Schleuderwaschgang bis ca 800m. Dadurch den Anschluss verpasst und eingeklemmt im engen Feld. Ordentlich Rückstand auf die Kokurrenz. Platz 9...

Ab aufs Rad. Im Vorfeld hatte ich den falschen (=Philipps) Helm zu Hause eingepackt und musste kurz vor dem Start umdisponieren. Herzlichen Dank an Zweirad Probst, die mir ohne zu Zögern einen Leihhelm zur Verügung gestellt haben. Ohne deren Hilfe, hätte das Rennen im worst case für mich gar nicht stattfinden können. Dumm von mir, auf einer so schnellen Strecke einen Aerohelm gegen einen normalen tauschen zu müssen. Aber gut, so läuft´s manchmal.

Zurück zum Rennen....Zu diesem Zeitpunkt musste ich meinen Plan, schon früh auf dem Rad aufzuschließen und etwas Kraft für den Lauf zu sparen, zu den Akten legen. Vollgas war angesagt. Auf der kraftbetonten Strecke dauerte es einige Zeit, bis ich mich Richtung Podiumsplatzierung vorarbeiten konnte. Genauer gesagt konnte ich zu Natascha Schmitt bei ca. km 55 aufschließen. Wir gingen dann auf Rang 4 und 5 auf die 15km lange Laufstrecke durch die Innenstadt.

Mein Wechsel war der Wahsinn: wahnsinnig langsam. Scheinbar war ich etwas übersäuert, denn mein Magen krampfte und ich musste auf den ersten Meteren bzw. beim Wechsel das Tempo massiv drosseln. Den Vorsprung von ca. 60-90 Sekunden, den ich mir auf Natascha herausgefahren hatte, hatte ich dann auch schon fast verbraucht. In Tritt fand ich die ersten 3km nicht. Das Polster wurde immer dünner und schließlich wurde ich überholt und fiel auf 5 zurück. Zu meinem Glück schwächelte die bis dahin 3, Tanja Ehrat, ich fing mich wieder und konnte sie bei km 11 oder 12 überholen. Am Ende ging es für mich mit einem Schnitt von etwas unter 4min/km als vierte Frau ins Ziel. Passt.

Die beiden ersten, Svenja Bazlen und Ricarda Lisk lieferten sich ihr eigenes spannendes Rennen, mit dem ich nichts zu tun hatte. Herzlichen Glückwunsch. Auch an Natascha die sehr stark lief und sich auch auf dem Rad gut präsentierte. Bei den Männern siegte Andi Dreitz vor Sebi Kienle und Maurice Clavel. Andi Raelert wurde wie ich Vierter.

Das Kämpfen hat sich für mich trotzdem gelohnt. Etwas traurig bin ich, dass ich im Laufen nicht zeigen konnte, was in mir steckt. Wie auch immer. Jetzt wird etwas erholt und mein zweiter Saisonhöhepunkt, der Ironman Mallorca Ende September, rückt in den Fokus. Ich stelle demenstprechend mein Training etwas langdistanzspezifisch um.

Viele Grüße
Eure Nina

Ergebnisse: